Klientenhinweis / Risiko- und Abgrenzungserklärung

1. Zweck der Beratung

Die angebotene psychologische Beratung und das Mentalcoaching, einschliesslich der Arbeit mit der Nei Xing-Methode, dienen der Orientierung, Selbstbeobachtung, Klärung und präventiven Unterstützung. Sie stellen insbesondere prophylaktische Werkzeuge, Reflexionshilfen und Wegleitungen zur Verfügung.

2. Keine Psychotherapie und keine Heilbehandlung

Die angebotenen Leistungen sind keine Psychotherapie und keine medizinische oder psychiatrische Behandlung. Sie ersetzen weder eine ärztliche, psychiatrische noch eine psychotherapeutische Abklärung oder Behandlung. Es werden keine heilenden oder therapeutischen Massnahmen angeboten.

3. Ergänzende Begleitung zu bestehender Therapie

Die Nei Xing-Methode beziehungsweise die eingesetzten Beratungsroutinen können eine bestehende klassische Therapie unter Umständen ergänzend unterstützen. Dies setzt jedoch voraus, dass die behandelnde Ärztin, der behandelnde Arzt oder die zuständige Fachperson über die begleitende Beratung informiert ist und diese ausdrücklich befürwortet.

In einem solchen Fall liegt die fachliche Gesamtverantwortung, einschliesslich Kontrolle, Verlaufseinschätzung und medizinischer Führung, bei der behandelnden Ärztin, beim behandelnden Arzt oder bei der zuständigen therapeutischen Fachperson.

Von unserer Seite können in diesem Rahmen Rapporte oder Verlaufsberichte zur Verfügung gestellt werden, damit die behandelnde Fachperson den Überblick über Inhalt und Verlauf der begleitenden Beratung behält. Solche Rapporte können auch Einordnungen oder Begriffe aus ICD-10 oder ICD-11 enthalten. Diese dienen ausschliesslich der fachlichen Information und Orientierung und stellen keine eigene medizinische oder psychiatrische Diagnose dar.

4. Keine Notfallversorgung

Es wird keine medizinische, psychiatrische oder psychologische Notfallversorgung angeboten. In akuten Krisen oder Notfallsituationen ist unverzüglich eine geeignete medizinische, psychiatrische, psychotherapeutische oder behördliche Fachstelle zu kontaktieren.

5. Keine Behandlung akuter psychiatrischer Zustände

Die Beratung ist nicht geeignet für die Behandlung akuter psychiatrischer Zustände. Insbesondere ist sie nicht auf die Behandlung akuter Psychosen, schwerer Krisenzustände, akuter Suizidalität oder anderer Zustände ausgerichtet, die eine ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Intervention erfordern können.

6. Pflicht zur wahrheitsgemässen und vollständigen Angabe relevanter Umstände

Klientinnen und Klienten sind verpflichtet, alle für die verantwortbare Durchführung der Beratung wesentlichen Umstände wahrheitsgemäss und vollständig offenzulegen, soweit diese für die Einschätzung der Eignung und Sicherheit der Beratung relevant sind.

7. Offenlegung besonders relevanter Umstände

Offenzulegen sind insbesondere:

  • akute Diagnosen oder Verdachtsdiagnosen
  • laufende psychiatrische, psychotherapeutische oder ärztliche Behandlungen
  • Suizidalität oder Selbstgefährdung
  • Psychosen, schizophrene Erkrankungen oder entsprechende Verdachtsmomente
  • Substanzprobleme oder Abhängigkeitserkrankungen
  • die Einnahme von Psychopharmaka oder anderen verschreibungspflichtigen Medikamenten, soweit diese im Zusammenhang mit einer psychischen Disposition, einer psychischen Erkrankung oder einer entsprechenden Verdachtslage stehen
  • andere schwere psychische Belastungen oder Umstände, welche die Eignung dieser Beratungsform in Frage stellen können

8. Recht auf Ablehnung, Unterbruch, Abbruch und Weiterverweisung

Die Anbieterin beziehungsweise die beratende Fachperson ist berechtigt, eine Beratung abzulehnen, zu unterbrechen oder abzubrechen, wenn die Beratung fachlich nicht angezeigt erscheint oder eine Weiterweisung an geeignetere Fachstellen angezeigt ist.

Dies gilt insbesondere, wenn der Eindruck entsteht, dass eine ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Abklärung oder Behandlung erforderlich ist, wenn eine begleitende Beratung ohne abgestimmte Einbindung der behandelnden Fachperson nicht verantwortbar erscheint oder wenn sicherheitsrelevante Umstände vorliegen, namentlich im Zusammenhang mit psychischen Dispositionen, entsprechenden Medikamenteneinnahmen oder unklaren psychiatrischen Belastungslagen.

9. Eigenverantwortung der Klientin oder des Klienten

Die Inanspruchnahme der Beratung erfolgt im Rahmen der eigenen Verantwortung der Klientin oder des Klienten. Die Beratung setzt ein Mindestmass an Offenheit, Mitwirkung und ehrlicher Selbstauskunft voraus.

10. Haftungsbezogener Hinweis

Soweit Klientinnen oder Klienten wesentliche Umstände trotz entsprechender Pflicht nicht offenlegen oder unzutreffende Angaben machen und dadurch die fachgerechte Einschätzung oder Durchführung der Beratung beeinträchtigt wird, kann dies bei der Beurteilung allfälliger Verantwortlichkeiten berücksichtigt werden. Zwingende gesetzliche Haftungsbestimmungen bleiben vorbehalten.

11. Datenschutz und Vertraulichkeit

Im Rahmen der Beratung können Gesundheitsdaten und andere besonders schützenswerte Personendaten bearbeitet werden. Solche Daten werden vertraulich behandelt und ausschliesslich im Rahmen der rechtlich und fachlich zulässigen Beratungstätigkeit bearbeitet.

Frauenfeld April 2026